Archiv für April 2008

TTVs oder: Vintage ist immer noch retro

Wie heisst das denn, dieses Rahmen-Vignetten-Dings um die Fotos, so voll Oldschool und so…

den Satz schon mal gehört? Ich schon einige Male. Es lebe die digitale Retrowelle. Ob es nun gefällt oder nicht, der Trend ist nicht totzukriegen ! TTV bedeutet Through the Viewfinder. Kann man selber machen, Digital oder einfach ganz klassisch durch alte Kamerasucher und Mattscheiben durchfotografieren.

Verwirrt?

Möglichkeit 1:

Alte Kamera mit Mattscheibe mit Kartons oder ähnlichem an irgendeine Digitalkamera montieren und durch den alten Sucher knipsen. Hört sich super an und macht Spaß. Wenn man zufällig einen Schrank voller alter Kameras hat. Naja. Die meisten Fotografen werden irgendwas haben. Vorteil: Man kann auch kaputte Kameras benutzen.

Möglichkeit 2:

faken TTV-Rahmen runterladen (zB. auf Flickr) und in Photoshop basteln

+ Plus Nachbearbeitung in Photoshop. Den Retrolook erstellt man individuell, nach eigenem Geschmack, genauso wie die Bilder. Qualität ist nicht wichtig. Auf die Farben und ads „Look and Feel“ kommt es an. Ich mach ads nach Gefühl. Es gibt aber auch fertige Skripte.

Meine erste Version…1 Minute Retusche auf einem an sich löschbarem Foto das durch ein Autodach fotografiert wurde, daher kommen auch die feinen Linien, kombiniert mit einem heruntergeladenem Original-Viewfinder-Rahmen…sobald ich meine zweilinsige hab, mach ich das aber „in echt“.

ttv

passende Links:

Flickr Photopool mit TTVs zum inspirieren lassen

Beispiele auf Flickr

Tutorial fuer Newbies (pdf)

Retro Effekt mit UrbanAcid Action

und lasst euch das hier nicht entgehen…unfassbare Modelle:

Bastelanleitungen und Inspiration…Manuelles TTV-ing

Neue Kameras

Mein Dad hat mir eine Polaroid 600 und eine kleine Retinette IIa mitgebracht, die in einem für ihr Alter ausgezeichnetem Zustand ist…werde gleich mal einen Film einlegen und in den Mittagspausen fotografieren.Ausserdem hab ich eine Uralt Kamera aus den 50er Jahren (Balda? spontan denke ich es könnte so in etwa dieses Modell sein: http://www.kameramuseum.de/1bcd/beltica.html ) von meinem Großvater aus dem Keller geholt, die ich für Vitrine o.ä restaurieren möchte. Fürs fotografieren nehm ich sie evtl. auch noch… Die 3 Polas müssen leider erstmal auf Filme warten. Die Smena 8M hat immer noch nicht ihren ersten Film belichtet (irgendwie mag ich die nicht) in der Lomo ist auch noch was drin und ein Fisheye SW Film wartet immer noch darauf das ich ihn endlich in den Laden bringe…da ist einiges vom Mercedes Benz Museum drauf. Mein altes Stativ hat sich nach der Schwarzwald Erfahrung als Billigstativ bemerkbar gemacht und löst sich langsam in seine Bestandteile auf aber gott sei Dank ergab es sich am Wochenende das ich ein kleines leichtes Cullmann geschenkt bekam das besser verarbeitet ist als mein 15 € Anfänger Stativ- mein derzeitiges Budget hätte kein neues Staiv erlaubt. In der Stadt stellt sich mit langsamen Schritten eine Art Frühling ein und damit auch die typische Stuttgarter Chill-Out-Atmosphere. Zeit wird’s. Ab morgen wird wieder gearbeitet. Fotos folgen demnächst. Das obige Foto ist von der Kodak-Homepage und laut Copyright-Hinweis für nicht-kommerzielle Zwecke verwendbar.

Foto BALDA

Balda

praktische Link für Leser zu diesem Beitrag

Liebhaberseite über Retinas und Retinettes von Kodak

schöner Blog über antike Kameras

Gebrauchsanweisung Retinette IIA

Im Schwarzwald

HDR Fluss

Ich bin etwa 1 km vom äussersten Rand des Schwarzwaldes und 9 km vom Schönbuch entfernt aufgewachsen. Der Wald dazwischen wurde schon vor vielen Jahrtausenden von Kelten und Römern durchstreift. Der Wald steckt mir im Blut. Kaum zu glauben wie sehr einem so etwas fehlen kann nach 2 Jahren in der Großstadt. Ich war verwundert das ich es erst gemerkt habe, als ich dort war. Toll das es so zauberhafte Orte in meiner Nähe gibt und ich sie jetzt entdecken darf. Manchmal ist es als würde einen etwas leiten…so mühelos findet man die Straßen, Schleichwege und nette Menschen die einem viel Glück wünschen…auch bedanke ich mich hiermit bei meinem Freund der diesen Ausflug möglich machte und mich geduldig unterstützt hat sowie dem Fotografen und Angler, der mich auf dieses kleine Tal hingewiesen hat. Ich geniesse den Geruch des Mooses, der Bäume und den warmen Hauch der Sonne auf der Haut. Fast fühlt es sich an wie Sommer…und ich habe Falter gesehen die ich schon seit Jahren nicht mehr entdeckt habe. Ich habe seltene Wasseramseln beobachtet. Endlich wieder Zeit für Natur…endlich wieder Zeit zum Atmen. Zeit zum Träumen, Zeit für das Wesentliche, Zeit für das, worum es eigentlich geht. Einen ähnloch schönen unsprünglichen Wald habe ich zuletzt in der Eiffel gesehen. Ich komme sicher wieder.

Wenn in der Natur etwas schön ist, dann ist diese Schönheit nichts Äußerliches. Ihre Formen sind funktional, von der Notwendigkeit abgeleitet. Und eben deshalb sind sie schön.

Andreas Bernhard Lyonel Feininger, 1906 – 1999,
amerikanischer Fotograf

noch mehr zu sehen gibt es hier:

http://www.finvara.deviantart.com/

weiterführende Links zu Themen dieses Beitrages:

Der Schwarzwald

Im Schönbuch

Bad Liebenzell

Das wilde Monbachtal

Wasserfälle in Deutschland

verwackelte Fotos…

sichte gerade Bilder und entdecke einiges wieder. Manche Fotos verwackeln einem auch weil man zu sehr versucht sich das Lachen zu verkneifen- der Mann im Hintergrund erklärt uns gerade warum sein Alkohol besonders gut ist…Die Jungs von S.U.N versuchen dabei ein ernstes Gesicht zu machen. Nein, er hat nicht bemerkt das er im Bild steht :). Der Mann gehörte übringens nicht zu uns, sondern war Bestandteil der Location. Das Shooting ist noch von Anfang des Jahres.

pennermitlidltuete.jpg

Erinnerungen

Es gab mal eine Zeit, ich denke es war 2005, als ich anfing zu fotografieren. Irgendwie hab ich damals von einem Tag auf den anderen alles um mich herum fotografiert. Und manche Leute, besonders enge Bekannte haben mich nicht verstanden und sagten: Wozu machst du das? Was willst du mit den ganzen Fotos machen, auch wenn sie ganz hübsch anzusehen sind? Du hast doch nichts davon? Es ist schwer darauf eine sich selbst erklärende Antwort zu geben, also sagte ich nur:“ irgendwann will ich damit mal Geld verdienen…“und erntete ungläubige Blicke. Also beschloss ich, einfach sofort und ohne Diskussion eine Ausbildung zu machen, und alles andere hinter mir zu lassen. Das unten stehende Zitat hat mich gerade eben an diese Zeit erinnert. Es kommt mir immer noch so vor als wäre es erst gestern gewesen…und es stimmt wirklich. Die besten Fotos „geschehen“ einfach.

Ich habe mich nie gefragt was ich da tue, es sagt mir selbst was ich zu tun habe.
Die Fotos machten sich selbst mit meiner Hilfe.
Ruth Bernhard 1905-2006, amerikanische Fotografin

 

 


Über die Autorin

Marion C. Hassold Ich bin 28 Jahre alt und zur staatlich geprüften Informatikerin und Photographin ausgebildet. Dies ist ein privater Blog und ich schreibe über Fotografie und andere meiner Hobbys. Wenn Sie sich an den Inhalten stören, verlassen Sie bitte die Seite :) Eure Marion XOXO Meine Homepage mit mehr Infos findest du hier: http://www.urbancult.de

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