Kaum war es Herbst, kam schon der Winter.
Kaskadenartig fließen die silbergoldnen Blätter
vom Wind gewogen auf den kalten Boden.Nebel haucht heimlich in die alten Straßen
aus SteinMan könnte Schnee riechen, wenn man wollte
und diese Vorahnung ist wahr
sie zwingt uns so plötzlich zu Wolle und Jackenso schnell hat die Sonne an Kraft verloren
der Himmel trägt heute mattes Gelb und Taubenblau
schmückt sich mit Dunst und schlotigen Wolkenist das überhaupt noch Tau oder schon Frost?
Die Heizung macht blubbernde Geräusche.Kaum war es Herbst, kam schon der Winter.
20.10.2009, S-Bahnfahrt am Morgen – Marion Chrstine Haßold
Archiv für November 2009
Kaum war es Herbst, kam schon der Winter.
Veröffentlicht 2 November, 2009 Gedankengut Hinterlasse einen KommentarTags: Gedicht, Haßold, Hassold, Herbst, Marion, Winter
Novemberregen
Die Nacht ist angekommen
und hat den dunklen Bruder Regen mitgebracht
Er hält deine kalten Hände
als wär er schon aus Eis gemachtUnd abends findest du dich nicht
verstreut liegst du
wie all die toten Blätter
Es hilft dir weder Wärme noch das Licht
Du bist ganz düster innerlich
wie das NovemberwetterUnd morgens wachst du auf im Nebel
und fast lässt dich dein Traum nicht los
Ein Schauer erinnert dich an früher
du denkst die Zeit betrügt dich bloßund mittags rauscht der Wind so rastlos
du ahnst was Fremdes in der Welt
es ist als ob etwas Geliebtes
durch dich in deine Seele fällt2.11, 19:25 Uhr
Marion Chrstine Haßold