Photokina 2008 – Review

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Leider konnte ich erst Samstags fahren, und hab damit auch einen sehr vollen Tag erwischt. Dies hat natürlich dazu geführt das ich die neue EOS nicht testen konnte und auch keine der Mittelformat oder Fachkameras…oder den Adobestand/Wacom anschauen. Die Stände waren bis zum Ende des Tages hoffnungslos überlaufen. Meine Tragetaschen waren so voll das ich heute noch Muskelkater in den Schultern habe. Ich denke ich hätte noch 2,3 Tage dranhängen können, um mich wirklich sinnvoll zu informieren.

Geärgert habe ich mich über die eher in den hinteren Teilen der Messe versteckten Asia-Stände. Die Preise für offensichtlich schlecht kopierte (Gorillapod, Blitzlampen u.m) Ware, die sicher auch gefährlich sein könnte, waren unverschämt (gefälschter Plastikbatteriegriff 80 €) und dazu verstehe ich nicht, was die Leute eigentlich auf der Messe wollen, ausser unsere Wirtschaft mit Fälschungen zu schädigen. Niemand hat dort etwas gekauft, die zahlen Standgeld und damit, wenn man die Reisekosten miteinbezieht, drauf? Wahrscheinlich lohnt sich die Ebay-Abzocke und die Massenpiraterie oder sie kommen pauschal um sich Musterprodukte für neue Fälschungen zu holen. Mal ganz abgesehen davon, das niemand an diesen Ständen deutsch oder auch nur einigermassen englisch konnte…ohne Übersetzter hatte man gar keine Chance sich zu verständigen. Die Preise waren dazu mit Yen ausgezeichnet und Umrechungen liefen auf Schätzungen hinaus. Das ist eine Sauerei an sich das solche Händler überhaupt auf die Messe gelassen werden.

Nachtrag: letztens kam eine Reportage im TV über den deutschen Zoll und u.a Produktpiraterie auf der Photokina. Ein paar von denen haben Sie dann doch erwischt und deren Handeln unterbunden, nachdem deutsche und andere europäische Händler ihre patentierten Produkte als gut gemachte Fälschungen dort aufgefunden haben. Ich kann die armen europäischen Händler gut verstehen. Man investiert sein ganzese Geld in eine Neuentwicklung und die Asiaten klauen einem dann Konzept und Realisierungen.

Aber nun zu den erfreulicheren Dingen.

Wirklich neue innovative Produkte gab es nicht, aber dennoch präsentierten sich die grossen Marken sehr kundenfreundlich und serviceorientiert. Gut., manche Händler können sich erst zu einem anständigen Verhalten durchringen, wenn man sie freundlich darauf hinweist, professioneller Anwender zu sein. Goodies gab es nur auf Nachfrage. Versteh ich nicht. Wir sind doch die Kunden von morgen. Fast jeder lief auf der Messe mit seiner SLR und Objektiv spazieren (warum auch immer) und natürlich hat mich das als 300-EuroAzubi ziemlich genervt. Soviel Equipment, sowenig sinnvolle Nutzung. Aber es kann schliesslich jeder kaufen was er will. Traurig ist da eher das sich Azubis dank des deutschen Staates niemals ohne Kredite oder reiche Eltern auch nur eine Kameratasche leisten könnten…aber dafür hängen wir uns ja auch rein, damit sich der Aufwand wenigstens lohnt.

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Gut fand ich die Präsentationen in der Visual-Gallery und die Infostände der FHs, auch wenn es für mich leider zu spät ist- wer studieren will, hat hier aber endlich eine gute zusammenfassende Anlaufstelle. Alles in allem würde ich sagen, das ich zufrieden bin und nächstes Jahr unter der Woche und mit mehr Zeit im Gepäck kommen würde. Und mit hoffentlich grösserem Budget für Anschaffungen und Investitionen.

Bald füge ich hier noch ein paar Eindrucks-Bilder ein, u.a Fotos vom Lomographie-Stand. Ich hab nicht nur Lomos, die kommen auch aus meiner Geburtsstadt (Böblingen) und ich hab selber ne Lomowall in Planung. In der Wohnung dann…neben dem geplanten SW-Labor XD.