Das Chaos und die Welt an sich

Als Kind hatte ich immer wieder einen seltsamen Traum, den ich absolut mysteriös finde.

Als ich diese Strukturen der Äste im Himmel entdeckte, in eben diesem Hinterhof, erinnerten sie mich stark daran. Die Äste waren nicht einfach nur kahl, sie schienen zu tanzen, sich zu einer unhörbaren Melodie zu verschlingen, auch wenn nur  ich es hören kann. Bei der Bildauswahl konnte ich kaum eines der Bilder aussuchen, weil sich alle vor meinen Augen zu bewegen schienen und zu singen. Verrückt, oder? Der ganze Ort strahlte etwas unwirkliches aus. Der Baum war nur an der Stelle über dem Giebel mit dem Drachenkopf kahl.

Nach solchen Aststrukturen habe ich lange gesucht. Offene Blende eingestellt. Im Grunde würde Schwarz-Weiss wohl am besten passen, aber weil ich so gern mit Farben spiele derzeit habe ich etwas herumexperimentiert.

Nun, wie war das mit diesem Traum. Also, man stelle sich vor, man träumt und sieht nichts als eine leere grüne Fläe, von einem grün, das digitale Displays haben. Alles ist ruhig, aber angespannt. Dann taucht ein schwarzer Kratzer auf. Wie ein Fadenstück oder ein Fussel. Eine Disharmonie, die den Frieden stört. Plötzlich werden es immer mehr. Langsam füllt sich das Bild mit hektisch zuckenden schwarzen Streifen und Kratzern. Es wird immer voller und ich werde panisch, habe das Gefühl zu ersticken. Alles schwillt an zu einem Chaos. In dem Moment wache ich japsend auf, total erschrocken von der Wucht dieses Chaos. Als ich älter wurde, ging der Traum in der grünen LCD Welt weg.

Ja, es ist kein schöner Traum und er kam oft wieder. Keine Ahnung was es bedeutet, weil es nur aus Strukturen besteht sonst träume ich eigentlich filmreif, mit mehren Aktueren, tollen Sets und futuristischen  Locations, alles eingebettet in eine Science-Fiction-Welt nach einem Atomkrieg. Und ich spiele ein Kind, einen Mann, eine Frau. Jedesmal jemand anderes und niemals kann mir etwas passieren, denn in meinem echten Körper bin ich safe.  Das wäre ein normaler Traum.

Hier die Fotos: