Urlaubsimpressionen

Ich lass einfach mal  Bilder sprechen. Am liebsten würde ich alle zeigen, aber soviel Zeit hab ich leider nicht. Wir waren auf der Wattenmeerinsel Römö und am dänischen Nordkap.

Der weichste fliessenste Sand der Welt. Ich musste herumwühlen und malen, leider hab ich in immer noch in den Schuhen und der Wohnung. Zuhause!

Im Wattenmeer, kilometerbreite Autostrände, Schafe und Schwärme von sich sammelnden  Zugvögeln.

Ja, Autos dürfen hier am Strand herumfahren.

Weiss jemand ob das Ebbe war? Dieser Strand war bereit!

Zahllose Naturschutzzgebiete und Nationalparks laden zu endlosen Wanderungen in den Plantagen ein.

In Hirtshals, dem Tor nach Norwegen

Hier fuhr ich als Kind mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester mit der Colorline-Fähre  nach Norwegen. Fährfahrten gehören zu den Dingen die ich liebe. Ich liebe Schiffe im allgemeinen sowieso. Von hier werden wir eines Tages Richtung Lofoten abfahren. Ans große Nordkap. Hirtshals ist ein großer Hafen, an jeder Ecke kommen Fische an, es wirkt arm und ein Hauch Fernweh weht durch die Straßen. Hier machen Seefahrer Rast. An diesem Tag besuchte auch der dänische Kronprinz mit seiner Familie Hirtshals.

Marion und die Mondfische

Zahhlose Bunker, einige stürzen bereits ins Meer oder sind nicht mehr als im Küstenbereich aufragende Felsen.

Hier hab ich mein Netz gefunden.

Campen in der Wildnis. Fast.

Unser Campingplatz lag mitten im Naturschutzgebiet. Wild. Endloser Strand.Endlose Weite. Und ach ja, ein Luxuscampingplatz mit der Bestbewertung, Supermarkt, Whirlpool, Freibad, Sporthallen usw. dankbar waren wir aber meistens für die Küche.

Genau was wir uns erträumt hatten!

Begehen wir den gleichen Fehler nicht nochmal.

Wind, bzw. Sturmschutz von allen Seiten plus direkter Zugang zum Meer = perfekte Platzwahl!

Auch bei schlechtem Wetter ein nordischer Traum: leere Strände. Und baden kann man auch. Kurz.

Die höchste und größte Wanderdüne Dänemarks:

verrusachte Staunen, einen Sonnenbrand, Muskelkater und ich bekam das einmalige Erlebnis auf einer Düne sitzen zu können von der aus man Nord- und Ostsee sehen kann, Tanker am Horizont entlangfahren und eine surreale Landschaft wie aus einer Science-Fiction-Welt sich wie ein Teppich vor einem ausbreitet. Ich kaute Gummibärchen die besser geschmeckt haben als jemals zuvor und genoß den Wind und die unglaubliche Aussicht. Ich hab mir viel darunter vorgestellt, war dann von diesem Naturerlebnis aber dann doch massiv beeindruckt.

Hier steh ich noch auf dem Fußweg der zur Düne führt und hab noch keine Ahnung wie riesig sie ist.

Da muss man hoch…und denkt man wäre oben. Erst nach einer Weile begreift man die Größe dieses Sandgebirges.

Ich wander durch die Düne…

Blick von einem Dünenkamm aus.

Details der Erosion durch Wasser und Wind

Details der Erosion durch Wasser und Wind

Ich liebe diesen Wind, er riecht nach Meer und Sommer.

Der Zauberwald um die im Sand versunkene Kirche

Tipp: hier Softeis am Parkplatz kaufen! Schmeckt wie ein Traum von Mandeln und Honig.

Skagen: Am Ziel angekommen.

Grenen ist der nördlichste Punkt Dänemarks. Unser Wunschziel. Hier trifft die Nordsee auf die Ostsee. Ein seltsamer Ort voller Zauber den man nicht mit Worten beschreiben kann. Hier kamen früher die Skagenmaler her, hier trifft sich die High-Society, hier rasten Seevögel, hier baute Hitler seine Bunker,  hier sind Dichter in den Dünen begraben.

Grenen fühlt sich an wie ein Sonnenstrahl der einen unerwartet wärmt. Abends leuchtete der ganze Himmel in wunderschönen Farben.

Die brave, karibisch anmutende Ostsee.

Auf dieses typische Touristenfoto hab ich mich die ganze Reise gefreut. Ich stehe in 2 Meeren! Und man kann es wirklich sehen.Ich dachte es wird sicher nicht so toll wie ich es mir vorgstellt habe. Aber es war noch besser.

Die wilde rauhe Nordsee.

Wenige Meter voneinander getrennt und doch 2 ganz unterschiedliche Meere. Auch durch die räumliche Nähe verlieren sie nichts von ihrem Charakter.

Abends gings ab nach Skagen, maritimes Lebensgefühl schnppern. Und die frischesten Schollen der Welt essen. Wie Butter zergingen die auf der Zunge. Der Hammer!

Wunderschönes wildes Lönstrup

Die schönste Küste der Welt.

Hier sollte stehen: Vorsicht, Lebensgefahr. Dafür steht hier aber: Wow, 30 Meter Steilklippe.

Der Westwind hinterlässt seine Spuren in der Landschaft.

Die Wanderdüne die den Leuchtturm Rubjerg Fyr fraß

Bei Lönstrup reisst das wilde Meer seit Jahrhunderten jedes jahr Teile der Küste und damit auch Häuser und Menschen ins Meer.

Hier gab es schon einige berühmte Naturkatastrophen.

Ein wundervoll schöner Landstrich.

Eine Kirche am Abgrund und einen Friedhof der schon halb ins Meer gefallen ist kann man besichtigen. Oft ragen Stromkabel und Reste von Leitungen aus den Klippen.

Vor 111 Jahren baute man einen Leuchtturm, keine Wanderdünen in Sicht. Doch bald wehte der Wind einen seltsamen Sand aus den Klippen hinauf und eine riesige Düne türmte sich auf. Man schaufelte den Leuchtturm immer wieder frei, es half nichts. Man pflanzte Roggen und Wald, aber es wurde dadurch seltsamerweise noch schlimmer. Umso mehr man den Sand bekämpfte, umso schlimmer wurde es. 1968 gab man auf. Man baute dafür ein Museum.  Bis 2002 existierte das Sandflugmuseum. Das gefiel dem Sand nicht.  Die Trümmer seht ihr auf meinen Fotos. Wahrscheinlich wird der Turm bald ins Meer stürzen und für immer verschwinden.

Dieser Sand war ganz anders als jeder Sand den ich kenne! Er fliesst wie Wasser! Und er ist immer noch in meiner Wohnung. Ich krieg in nicht aus den Schuhen.

Ein Maler, Schafe blöken, der Wind macht eine Atempause, Schmetterlinge taumeln durch den Sommertag, unsere Füße tun weh, wir haben den Weg unterschätzt und hungern uns der riesigen Düne entgegen.

zum ersten Mal gibt der Sand den Turm wieder frei, die Düne wandert weiter. Nur um ihn zu stürzen, vermute ich.

Blick von Düne Richtung Parktplatz. Fällt auf das man kein Auto sieht? Ja, in Dänemark sind die Wege weiter als man denkt. Aber ich liebe das.

Trümmer der neuen Gebäude stürzen ins Meer. Das ist steiler als es aussieht, aber weil da schon Fußspuren warensind wir vorsichtig an den Rand geklettert.

Natürlich sind wir da reingeklettert. In Dänemark gibt es keine Verbotsschilder.

Hier kann man sich mal ansehen, wie krass die Düne sich Jahr um Jahr verändert:

http://www.rubjergfyr.dk/

Die Düne frisst sich unerbittlich ins Land, auf den mehrmals zerdurch Feuer und Krankheit zerstörten Wald zu, der endlich nach hundert Jahren angewachsen ist.

So, das war ein kleiner Ausschnitt aus unserer Reise, die so war wie wir es lieben: absolut frei, ungebunden, wild und viel stürmisches Meer!

Irgendwann wollen wir dann ans echte Nordkap, Lofoten und Tundra, Eisschollen und Rentiere… aber dafür brauchen wir noch etwas Geld und einen anderen Wagen. Und vielleicht hab ich ja bis dahin meinen Traumhund, einen Husky.