Freebie für schüchterne Fotografen

Immer

wenn ich Menschen, die mich anscheinend nicht allzu gut kennen, gestehe, das ich eigentlich unheimlich schüchtern bin, lachen diese laut auf und sagen: “ Ja klar, guter Witz, Marion, du bist doch total extrovertiert!“.

Tja. Meistens sind das dann die Menschen die es nicht mehr in meine Freundesliste auf Facebook schaffen.

Einerseits bin ich dann wirklich etwas traurig weil mir das zeigt wie wenig mich diese Menschen kennen, andererseits frage ich mich, wie ich tatsächlich nach außen wirke, kann ich meine Schüchternheit so gut verbergen?

Früher als Schüler hatte ich schon Panikattacken, wenn man sich in der Klasse der Reihe nach vorstellen musste und ganz am Anfang hatte ich sogar Angst, mich überhaupt zu melden. Dabei wusste ich die Antworten. Ich sprach nie Leute an. Manchmal musste ich auf der Straße nach der Uhrzeit fragen. Oder später, nach einer Zigarette. Oder Feuer. Oder sonstwas.
Ich bin innerlich gestorben vor Angst. Ich zog mich immer mehr zurück und soziale Kontakte herzustellen war eher eine Qual als eine Freude. Langsam lernte ich aber, damit umzugehen, mich innerlich zusammenzureissen und es zu verstecken.

Und als ich meine Ausbildung zur Fotografin begann, hatte ich keine Wahl mehr. Hier kamen noch viel verstörtere, schüchternere und ängstlichere Menschen zu mir, die Angst davor hatten vor der Kamera zu versagen. Die das Gespräch immer mit: “ Ich bin wirklich wirklich unfotogen, es tut mir jetzt schon leid für Sie“! begannen. Sie brauchten mich. Meine Hilfe. Meine Zustimmung. Sicherheit. Wohlfühlfaktor…und langsam verwandelte ich mich…in eine Portrait-Fotografin.

Auf der Straße und bei Hochzeiten dasselbe. Kein gutes Foto entsteht ohne die Fähigkeit laut brüllend eine Gruppe von mehr als 100 Menschen zusammentreiben zu können, ständig muss man Menschen ansprechen, beruhigen, koordinieren, korrigieren, stellen.  Meine Ausbilderin zwang mich, über meinen Schatten zu springen. Es funktionierte. Sehr geholfen hat mir damals auch mein Nachtjob als Discofotografin.

Und wißt ihr was ich am meisten dachte? Hey, die Leute sind alle so nett zu mir! Irgendwie erwartete ich immer auf Ablehnung zu stoßen. Wie früher in der Grundschule. Es passierte aber nicht. Jeder war freundlich (ich bin auch immer freundlich :) ).

Wenn ich fotografiere dann bin ich ganz und gar Fotografin. Nichts sonst. 

Hochkonzentriert. Klingt etwas schizophren? Privat bin ich immer noch etwas schüchtern, aber wenn ich arbeite, bin ich noch jemand anderes. Jemand der alles tut um das beste Ergebnis zu bekommen.  Anscheinend jemand der nicht wirklich schüchtern ist.Vielleicht bin ich auch einfach erwachsen geworden. Ich versuche nun immer mehr, an meinen Ängsten zu arbeiten und sie zu besiegen.

Aber ich bin sicher nicht die Einzige, und alle die mein Schicksal teilen:

Es gibt ein Freebie, von einer Leidensgenossin. Ein schönes Ebook. Gratis. Nur für uns stille Wasser!

Bitte sehr:

PDF Download:

https://s3.amazonaws.com/fieldguide/shy-photographers-guide.pdf

Link zum Originalartikel:

http://www.photographyconcentrate.com/2011/mar/07/5-days-free-shy-photographers-guide-confidence