Goldener November mit bis zu 20 Grad…

Der Herbst ist wieder in Esslingen angekommen.

An einem dieser unglaublich warmen Herbstnachmittage schlenderte ich durch ein herbstlichen Traum. Luna hat sich etwas erholt und jagt den letzten Sonnenstrahlen hinterher. Irgendein Virus muss mich erwischt haben in den letzten Wochen, kurze Spaziergänge kosten mich viel Kraft. Aber bei diesem Wetter…muss man einfach raus. Als ob ein starker Magnet an mir zerrt…ich halte es in 4 geschlossenen Wänden nicht aus, bekomme fast Platzangst. Erst seit es jetzt kalt ist, kehrt Ruhe ein. Innen und aussen.

Farben des Herbstes:

Die Farben des Herbstes aufzunehmen hat viel Spaß gemacht. Ich sollte dies mit jeder Jahreszeit tun.

Ich bin gestern zu einer Erkenntnis gelangt. Weil ich ein Shooting mit mystischen Zügen plane, habe ich schnell ein Buch über Keltische und Germanische Mythologie überflogen. Dabei ist mir aufgefallen dass ich fast an jeder Fundstelle schon mal war. Auch die typische Litaratur und Geschichte, ärcheologischen Funde und Informationen sind mir alle schon öfter begegnet.  Fünen am großen Belt, Jütland und die gestohlenen Goldhörner, die Höhlen der Schwäbischen Alb, der Schwarzwald, die Moore, Tier, im Trierer Urwald, Norwegen, Schweden…alle Orte tauchten in meinem Geist vor mir wieder auf. Eine der stärksten Erinnerungen hat ein Wald hinterlassen, der wunderschöne Ur-uralte Wald um Trier herum. Und das eines der bedeutsamsten Fundstücke in dem Museum ausgestellt ist in dem ich in wenigen Tagen zu arbeiten beginne…ist sicher kein Zufall. Zurück zu meiner Erkenntnis.

Ich liebe Wälder und  Bäume!

Ein wunderschön passendes Gedicht von Theodor Fontane erinnert mich sehr an diesen Tag:

O trübe diese Tage nicht

O trübe diese Tage nicht,
Sie sind der letzte Sonnenschein,
Wie lange, und es lischt das Licht
Und unser Winter bricht herein.

Dies ist die Zeit, wo jeder Tag
Viel Tage gilt in seinem Wert,
Weil man’s nicht mehr erhoffen mag,
Dass so die Stunde wiederkehrt.

Die Flut des Lebens ist dahin,
Es ebbt in seinem Stolz und Reiz,
Und sieh, es schleicht in unsern Sinn
Ein banger, nie gekannter Geiz;

Ein süßer Geiz, der Stunden zählt
Und jede prüft auf ihren Glanz,
O sorge, dass uns keine fehlt
Und gönn‘ uns jede Stunde ganz.

Theodor Fontane
(1845)